Parks und Grünflächen...Hurraaaaaaa


- Ein Wiederaufbau im und um den Park

Der große Tiergarten in der deutschen Hauptstadt Berlin ist mit einer Fläche von 2,1 km² nicht einmal halb so klein, wie der wesentlich berühmtere Central Park. Doch der kleine hat wesentlich mehr Geschichte zu bieten, immerhin begann seine Existenz bereits 1527. Als Jagdrevier für die Kurfürsten von Brandenburg.

Lange Zeit ist es her

Schon zur Regierungszeit von Friedrich I. wurde eine breite Schneise durch den Tiergarten geschlagen, die die Allee Unter den Linden verlängern sollte. So konnte sie als Verbindung zwischen dem Stadtschloss und dem Schloss Charlottenburg dienen. Der heute immer noch signifikante Stern mit acht abgehenden Allen wurde angelegt und so entwickelte sich das ehemalige Wildrevier langsam in einen Waldpark. Auch Friedrich der Große fand die Idee eines Lustpark wesentlich angenehmer als die eines Jagdreviers und so gab er 1742 dem Architekten Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff die Aufgabe zur Umgestaltung des Parks. Ganz im Stile des Barocks wurden Beete, Spaliere, Labyrinthe und Zierteiche angelegt und Skulpturen aufgestellt. Die Umgestaltung in einen Volkspark folgte mit der Arbeit von Peter Joseph Lenné. Ganz nach englischem Vorbild entstanden weite Rasenflächen, welche von Wasserläufen unterbrochen werden, Brücken und Baumgruppen. Diese Form behielt der Park, bis er, wie ein großer Teil der Hauptstadt, in Folge des Zweiten Weltkrieges zerstört wurde.

Alles von vorn

Aufgrund der Knappheit von Lebensmitteln und Kohle musste der eh schon zerstörte Park als Acker und Holzreserve herhalten. Die Pläne zum Wiederaufbau konnten aufgrund der Teilung Deutschlands erst 1949 umgesetzt werden. Es wurden 250.000 Jungbäume gespendet und gepflanzt. Die nicht mehr zeitgenössischen Werke wurden entfernt und der Park wurde sehr naturnah. Seit der Wende fanden die Entwicklungen größtenteils am Rand statt, wo alte Botschaften in Stand gesetzt und neue Gebäude, wie das Bundeskanzleramt, gebaut wurden.